Religionspolitik des Kantons Bern

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Religionspolitik des Kantons Bern

Der Kanton Bern verfolgt eine zeitgemässe Religionspolitik, die sowohl der Religionsvielfalt als auch den gesamtgesellschaftlichen Leistungen der Landeskirchen Rechnung trägt.

Seit rund 500 Jahren steht der Kanton Bern in einem engen Verhältnis zur Evangelisch-reformierten Landeskirche. Im 19. Jahrhundert wurden die Beziehungen zwischen Kirchen und Staat auf die Römisch-katholische und die Christkatholische Landeskirche ausgedehnt. Die Jüdischen Gemeinden Bern und Biel erhielten 1997 die öffentlich-rechtliche Anerkennung.  

Zusammenarbeit mit den Landeskirchen

Das neue Landeskirchengesetz ist seit dem 1.1.2020 in Kraft. Es bildet die Grundlage für das partnerschaftliche Verhältnis zu den anerkannten Landeskirchen und betont deren Beitrag zur solidarischen Gemeinschaft, zur Vermittlung grundlegender Werte, zum Frieden unter den Religionen, zur religiösen Bildung und zur Kulturpflege.

  • Gesetzliche Grundlagen

  • Landeskirchen

Religionspolitisches Monitoring

Ein Drittel der Bürgerinnen und Bürger des Kantons Bern sind konfessionslos. Sie sind entweder keiner Religion angehörig oder Mitglied einer privatrechtlich organisierten Religionsgemeinschaft. Diese unterscheiden sich theologisch, aber auch aufgrund der Sprache und des Organisationsgrads. Migrationsgemeinschaften verfügen über unterschiedliche Erfahrungen mit staatlichen Strukturen in ihren Herkunftsländern. Der Beziehungsaufbau und die Kontaktpflege fordern die kantonalen Stellen heraus.

Die DIJ plant folgende Schritte:

  • Mit einer digitalen Religionslandkarte soll die Vielfalt der Religionsgemeinschaften veranschaulicht und die Kontaktaufnahme vereinfacht werden.
  • Ein religionspolitisches Monitoring soll die Grundlage bilden, um die heutige Ungleichbehandlung der verschiedenen Religionsgemeinschaften bei der Finanzierung, der Ausbildung oder der Seelsorge zu verringern.
  • Die Vernetzung mit relevanten Akteuren verschiedener Religionsgemeinschaften soll rasches Handeln ermöglichen im Alltag und im Krisenfall.
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